Wir verändern uns ständig- was ist das Unveränderliche in uns?

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Als Wegweiser für den Yogapraktizierenden dienen die acht Säulen des Raja Yogas, wie in Patanjaliis Yoga Sutren aufgeführt. Die zweite der Säulen umfasst eine Art Verhaltenskodex, die Niyamas, untergliedert in fünf Verse. Einer davon ist Svadhyaya, übersetzbar mit Selbst-Studium. Es gehört zur Yogapraxis dazu, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen: Wie bin ich? Wer bin ich? Was bin ich?

Svadhyaya ist alles Bestreben das Selbst klarer zu erkennen. Das kann die Beschäftigung mit alten Weisheitsschriften oder modernen Psychologiestudien sein, die uns zu einem besseren Verständnis unseres Wesens führen. Das können Momente des Innehaltens und außergewöhnliche Erlebnisse sein, die uns unmittelbare Einsichten in unser Wesen bescheren. Und es kann auch die aufmerksame Beobachtung von Anderen sein, in deren Wiederspiegelung wir uns erkennen.  


Thomas Kieroks Fotoprojekt HUNDERT führt uns anhand von hundert Portraits die urmenschliche Erfahrung des Alterns vor Augen. Bildhaft werden wir daran erinnert, wie sehr unser Körper und unsere Psyche sich im Laufe des Lebens wandeln. Es ist unabwendbar, wir altern und verändern uns.

Aber was ist das Unveränderliche in uns, was macht uns aus?

Die Betrachtung der hundert Portraits inspiriert zu einer neuen Blickweise auf das eigene Leben.

Ich durfte für dieses schöne Projekt die begleitenden Texte schreiben.


Seid herzlich eingeladen zum Buch Launch und Vernissage:

10.09.2019, 7-10pm, Quartier Zukunft in der Friedrichstr. 181, Berlin.